Die besten Kaffeesorten

Die besten Kaffeesorten

Noch nie war Kaffee so gut wie heute. Die Anbaumethoden sind reichlich, die Röstereien lüften mehr und mehr Geheimnisse des Röstvorgangs und die Anzahl der Cafés steigt unaufhörlich. Es gehört zum guten Ton, die modernste Ausrüstung zu verwenden und sich auf geschultes Personal zu verlassen. Auch der Kaffeetrinker selbst wird anspruchsvoller. Der Coffee Guide gibt Auskunft.

Woher kommt der Kaffee?

Wer an Kaffee denkt, dem kommt die Sorte Arabica in den Sinn. Die besten Kaffeesorten sind nicht so einfach auf diese eine zu reduzieren. Tatsächlich ist Coffea arabica die am häufigsten verwendete Frucht. Die Sorte Robusta wird ebenfalls häufig angebaut. Andere Arten sind zwar zahlreich (über 120), jedoch nicht relevant für die Kaffeeindustrie. Die meisten Arten stammen aus den Tropen. Als Geburtsland des Kaffees gilt Äthiopien.

Was macht guten Kaffee aus?

Der Kauf einer Packung Premiumkaffee garantiert noch kein exklusives Geschmackserlebnis, denn der Geschmack ist unter anderem abhängig vom Erntezeitpunkt der Bohnen, ihrer Frische und der Art ihrer Röstung. Zudem beeinflussen Wassertemperatur und -qualität den Geschmack. Ein guter Kaffee ist das Ergebnis einer perfekten Zubereitung. Der Coffee Guide verrät Euch die wichtigsten Merkmale für die besten Kaffeesorten.

Coffee Guide Brüh-Basics für die besten Kaffeesorten

Die besten Eigenschaften teurer Kaffees können verlorengehen, wenn beim Aufgießen Fehler gemacht werden. Denn nicht alles, was in die Tasse gelangt, schmeckt auch. Hier spielt der Extraktionsgrad eine Rolle, also das, was am Ende in die Tasse gelangt. Wird zu wenig extrahiert, schmeckt der Kaffee schwach und oft sauer. Wird zu viel extrahiert, schmeckt er bitter bis aschig.
Die Stärke des fertigen Getränks bemisst sich nach dem Verhältnis von Wasser und Kaffee.
Auch die Qualität ist abhängig von der Wassermenge. Ein guter Kaffee wird immer mit der exakt gleichen Menge Wasser gebrüht. Die Wassertemperatur liegt zwischen 91°C und 94°C.

Aufgussmethoden und Brühmaschinen

Die French Press – Dies ist eine Direktaufguss-Brühmaschine, bei der Wasser und Kaffee zunächst gemischt werden. Anschließend werden Satz und Flüssigkeit durch ein Metallsieb getrennt. Da das Sieb recht grobmaschig ist, gelangen auch nichtlösliche Stoffe in den Kaffee. Öle verleihen dem Getränk mehr Textur. Feste Partikel setzen können sich sandig im Mund anfühlen.

Filtergeräte – Hier wird der Satz durch ein Filtermaterial (Metall, Stoff oder Papier ) getrennt. Das Wasser läuft durch ein Kaffeebett und löst dabei die Extrakte heraus.

Die Aeropress – Sie ist eine Kombination aus French Press und Filtergerät. Zunächst mischen sich Kaffeepulver und Wasser, anschließend drückt ein Presskolben das Wasser durch Kaffee und Papierfilter in die Tasse.

Die Espressokanne – Sie liefert sehr starken und bitteren Espresso. Durch die hohe Brühtemperatur werden viele Bitterstoffe aus dem Pulver gelöst. Es ist nicht leicht, damit guten Kaffee zuzubereiten. In Deutschland steht sie eher hinten im Küchenregal, in Italien wird sie in fast jedem Haushalt verwendet.

Der Coffee Guide Espresso

Espresso steht auf Platz eins der beliebtesten Kaffeegetränke. Espresso brühen ist eine Kunst, zudem zeitaufwendig und arbeitsintensiv durch das anschließende Saubermachen. Trefft Euch lieber auf einen Espresso im Cafe. Dort findet ihr auch eine Vielzahl an Kaffee-Variationen auf der Grundlage von reinem Espresso.

Espresso – Das kleine, kräftige Getränk wird unter hohem Druck aus feinstem Kaffeepulver zubereitet und hat eine Crema.

Ristretto – Er ist noch kleiner und stärker als der Espresso.

Espresso lungo – Der sogenannte „lange“ Espresso wird mit zwei- bis dreimal so viel Wasser zubereitet wie der normale Espresso.

Macchiato – Ein Espresso, der mit Milchschaum „markiert“ wurde.

Cappuccino – Dieser hat eine lange Tradition in Italien und ist eine der besten Kaffeevariationen mit Espresso und Milch. Ein guter Cappuccino wiegt 150g bis 170g und hat ein Mischverhältnis aus Espresso, Milch und Milchschaum von 1:2:2.
Je lauwärmer ihr den Cappuccino genießt, umso süßer schmeckt er.
Traditionell wird in Italien morgens ein Cappuccino getrunken und den Rest des Tages nur noch Espresso.

Caffé Latte – Er entstand aus dem Wunsch einiger Nicht-Italiener, weniger intensiven Kaffee zu trinken. Daher ist in dieser Kaffee Variation mehr flüssige Milch enthalten als im Cappuccino.

Flat White – Es ist nicht ganz klar, ob er in Australien oder Neuseeland erfunden wurde. Klar ist jedoch, dass er im qualitätsbewussten Café ein Synonym für hochwertige Kaffee-Kreationen ist. Der Flat White hat 150ml – 170ml Flüssigkeit und besteht aus einem Ristretto mit heißer Milch. Darauf toppt ein bisschen Milchschaum, worauf ausgefuchste Muster kreiert werden.

Neben diesen gängigen Kaffee- und Espresso – Spezialitäten findet ihr zahlreiche weitere Kaffeegetränke auf den Getränkekarten der Cafés. Um nur noch einige zu nennen: Café americano (Espresso wird mit heißem Wasser serviert), Cortado (auf spanische Art zubereiteter Espresso), Café Mokka (mit Schokoladensirup), äthiopischer Gewürzkaffee (mit Zimt oder Kardamom), Café Dulce de Leche (Kaffee mit Creme aus karamellisierter Milch). Und natürlich dürfen Zubereitungen aus kaltem Kaffee nicht fehlen, allen voran der Eiskaffee mit Vanille. Der neueste Trend ist ein säurearmer milder Kaffee, der mit der „Cold brew“-Methode gebrüht wird. Er überzeugt durch vollmundiges Aroma und enthält weniger Koffein als heiß aufgebrühter Kaffee.
Trotz aller Vielfalt ist Kaffee Geschmackssache und niemand kann die besten Kaffeesorten festlegen. Und der beste Weg, sein Lieblingsgetränk herauszufiltern heißt: Kosten.

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