Black Ivory und Kopi Luwak

Aus Südostasien kommen zwei der begehrtesten und teuersten Kaffeesorten der Welt. Diese Sorten sind bekannt als „Black Ivory” und „Kopi Luwak”. Ein Punkt verbindet die beiden Sorten. Sie stammen aus dem Verdauungstrakt von Tieren.

Der Elefantenkaffee „Black Ivory“

Der Black Ivory ist dabei der exklusivere der beiden Sorten. Die Bohne stammt aus Thailand und wird quasi im Elefanten veredelt. Dafür werden thailändische Arabica Bohnen in das Futter der Tiere gemischt. Die Bohne braucht dafür 24 Stunden,

um wieder ausgeschieden zu werden. Anschließend werden die Bohnen dafür per Hand aus dem Elefantenkot gelesen.

Die Bohnen verlieren dabei im Magen ihre Bitterstoffe, was die Bohne sehr mild macht. Dadurch entwickelt der Black Ivory einen besonderen Geschmack.

Black Ivory im Geschmack

Der Kaffee soll sehr mild und nach Milchschokolade schmecken. Außerdem hat er eine leicht nussige Note mit einem Hauch von Gewürzen und roten Beeren. So macht die Veredlung geschmacklich durchaus Sinn.

Abschreckend ist da eher der deutlich hohe Preis. Da nicht alle Bohnen den Prozess überstehen, benötigt man 30kg Kaffeebohnen, um ein Kilogramm der begehrten Kaffeebohne zu gewinnen. Aufgrund dieser geringen Produktion ist der Kaffee besonders selten und auch nur wirklichen Kaffeespezialisten ein Begriff. Außerdem treibt sie den Preis extrem hoch: für ein Kilo des Kaffees kann man bis zu 800 Euro zahlen.

Außerdem werden die Elefanten unter sehr guten Bedingungen gehalten. Die „Golden Triangle Asian Elephant Foundation” hält die Dickhäuter und hat sich als Ziel gesetzt, ein gutes Heim für die Tiere bereitzustellen. Somit ist der Kaffee auch aus ethischer Sicht völlig in Ordnung.

Katzenkaffee (Kopi Luwak) aus Indonesien

Auch der Kopi Luwak ensteht wie Black Ivory. Die Bohne wird hierbei allerdings aus den Musangs gewonnen. Dies sind indonesische Schleichkatzen. Die Tiere haben eine Vorliebe für Kaffeekirschen. Sie können allerdings nur das Fruchtfleisch verdauen.

Im Magen wird die Bohne dann den Verdauungsenzymen des Tieres ausgesetzt. Ebenso wie beim Black Ivory verliert die Bohne hier seine Bitterstoffe. Neben Indonesien gibt es den Kaffee auch in Vietnam, auf den Philippinen und in Afrika.

Bekannt ist die Form des Kopi Luwak schon seit 1883. Dort entdeckte der Zoologe Alfred Brehm, wie die Einheimischen die verdauten Bohnen aufsammelten und sich daraus ein Getränk herstellten, da es die einzigen Bohnen waren, die sie behalten durften.

Geschmacklich ist auch der Katzenkaffee sehr mild. Dabei hat er karamell- bis sirupartige Noten, kann aber in anderen Anbaugebieten auch würzig bis erdig schmecken.

Kritisiert wird beim Kopi Luwak allerdings die Haltung der Tiere. Um die Gesamternte zu erhöhen und mehr des begehrten Kaffees zu verkaufen, haben sich die Anbauer eigene Methoden ausgedacht. Dabei werden die Tiere zum Beispiel in Käfigen gehalten und ausschließlich mit den Kaffeekirschen gefüttert.

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