Äthiopien

Aus der Wiege des Kaffees – variantenreicher Espresso aus Äthiopien

Wer denkt, Espresso ist gleich Espresso, der irrt. Wie ein guter Wein aus unterschiedlichen Anbauregionen hat auch Espresso viele Gesichter. Äthiopien ist einer der größten Kaffee-Exporteure weltweit. Die dunklen Arabica-Bohnen

zählen zu den besten der Welt und verwöhnen mit exklusiven Noten. Kommen Sie mit auf eine Reise in das Ursprungsland des schwarzen Goldes!

Äthiopien – ein Land der Extreme

Das Land im Osten des afrikanischen Kontinents ist voller Kontraste. Neben schroffen Felsformationen im Hochgebirge des Landes bezaubern Savannen-artige Landstriche und Salzwüsten, Seen vulkanischen Ursprungs und spektakuläre Canyons seit jeher Reisefreudige. Ebenso facettenreich gestalten sich die klimatischen Bedingungen. Hitze prägt die Tiefebene des Landes, während die Temperaturen in den hohen Plateaus weitaus kühler ausfallen. Äthiopien gehört zur Sahel-Zone und leidet immer wieder unter Dürrekatastrophen, die extreme Hungersnöte zur Folge haben. Wen verwundert es da, dass die Kaffeeanbauregionen der ganze Stolze Äthiopiens sind. Regionen, die mit ihrem fruchtbaren Boden grüne Pinselstriche durch das sonst so karge Land ziehen.

Kaffeeanbau in Äthiopien durch beste klimatische Bedingungen

Mit Höhenunterschieden bis 4.500 Metern ist Äthiopien das höchstgelegene Land Afrikas. Die Höhenlagen zwischen 1.000 und 2.000 Metern bilden aufgrund ihrer Tagestemperaturen zwischen 20 und 26 °C, Nachttemperaturen von über 15 °C sowie ihrer fertilen Bodenbeschaffenheit und einer Luftfeuchtigkeit von über 60 % ideale Anbaubedingungen für Kaffee.

Klassifikation der Anbauregionen

Die Kaffeeanbaugebiete in Äthiopien lassen sich in 3 Gruppen klassifizieren.

Plantagenkaffee wird in großem Stil klassisch auf Farmen kultiviert. Diese Anbaumethode ist geprägt vom herkömmlichen Prozedere des Pflanzenschnitts, Düngens und Mulchens. Sie eignet sich besonders für das Kultivieren widerstandsfähiger Sorten und sorgt für hohe Erträge.

Waldkaffee gedeiht auf wildwüchsigen Kaffeebäumen. Die Sortenreinheit ist bei dieser Art des Anbaus nicht gegeben, da es sich um eine Varietät verschiedener Bohnenarten handelt. Im Südwesten des Landes gelegen, finden die wilden Kaffeesträucher dort schattige Bedingungen vor, um optimal gedeihen zu können. Die Erträge fallen jedoch verhältnismäßig gering aus.

Gartenkaffee wächst nahe der provinziellen Ortschaften. Er gedeiht ebenfalls wild in Form von Sträuchern und erhielt seinen Namen von den Gartenbäumen. Er profitiert im Vergleich zum Waldkaffee jedoch weniger von der Beschattung umstehender Pflanzen. Für die Kultivierung ist ein vergleichsweise hoher Aufwand notwendig.

Geschmacksvarietät Espresso aus Äthiopien durch unterschiedliche Verarbeitungsprozesse

Zu den bekanntesten Sorten Espresso aus Äthiopien zählt Sidamo. Diese Variation hat ihren Ursprung im Westen des Landes und zählt zu den schattig gelegenen Waldkaffees. Die Kaffeekirschen werden entkernt, fermentiert und anschließend als Washed Coffee nass aufbereitet. Geschmacklich besticht diese Sorte durch eine milde Kakaonote, die von dem blumig-süßlichen Aroma der Sidamo-Bohnen umrahmt wird.

Reko Koba stammt aus dem Distrikt Kochere. Die Bohnen gehören zu den Premium-Kaffees und überzeugen durch einen leicht-floralen Geschmack mit Jasmin-Aroma und Noten von süßer Pflaume. Das Handbrühverfahren ohne Kaffeefilter hebt die natürlichen Aromen noch einmal besonders hervor und wird für die Zubereitung dieses exklusiven Spitzenkaffees empfohlen.

Kochere Espresso bereitet als Edel-Espresso aus Äthiopien höchste Gaumenfreuden. Südlich der Hauptstadt Addis Abeba in der bekannten Anbauregion Yirgacheffe gelegen, bietet dieser Espresso Noten von Kakao, Rohrzucker und Kumquat und ist damit eine der süßesten Espresso-Sorten Äthiopiens. Die intensive Süße resultiert vor allem aus der Aufbereitung der Bohnen als Natural. Bei diesem Aufbereitungsprozess haben die Bohnen – anders als beim Washed Coffee – die Gelegenheit, mit den Zuckerstoffen zu interagieren.

Fair Trade – der Schlüssel zu einer besseren Welt

Die Arbeitsbedingungen in den Kaffeeanbauregionen Äthiopiens sind stark auf neue Konzepte angewiesen. Eine Überproduktion des Kaffees war in den vergangenen Jahren dafür verantwortlich, dass die Preise für den Rohkaffee deutlich zurück gegangen sind. Proportional stieg die Verschuldung bei den Kleinbauern, da diese ihre Produktionskosten zu großen Stücken nicht mehr decken konnten. Fair Trade Organisationen schützen Produzenten und Arbeiter, indem sie einen Mindestbetrag erhalten, der ihr Einkommen sichert.

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