Vietnam Kaffee

Vietnam – zweitgrößter Kaffeeproduzent der Welt

Vietnam ist direkt nach Brasilien der zweitgrößte Kaffeeproduzent der Welt –trotz einer vergleichsweise geringen Anbaufläche. Die Bohnen und auch die Art, in der die Vietnamesen ihren Kaffee genießen ist dabei sehr speziell.

Seit 1857 wird Kaffee in Vietnam angebaut. Die Franzosen brachten ihn damals mit der Kolonialisierung in das kleine asiatische Land. Schnell entwickelte sich das Land aufgrund der guten Anbaubedingungen zu einer bedeutenden Kaffeeregion.

Der Vietnamkrieg versetzte das Land allerdings in eine schlechte Phase. Zu m ende des Krieges im Jahre 1975 lag die Wirtschaft brach. Der Kaffee war damals allerdings der Weg aus der Krise für das Land: die Regierung und auch die Weltbank förderten massiv den Anbau. Die Rechnung sollte aufgehen. Aus dem Nichts entwickelte sich das Land zu einem der größten Kaffeeproduzenten der Welt und auch die Wirtschaft erholte sich.

 

Vietnams Geografie

In Vietnams Hochland, welches 600 Meter über dem Meeresspiegel liegt, sind die perfekten Bedingungen für den Kaffeeanbau vorhanden. Bei milden Temperaturen ist es dort feucht und kühl, weswegen 80% des Anbaus in diesem Gebiet liegen. Einzig der Klimawandel macht dem Kaffeeanbau Probleme, da die Temperaturen steigen und dadurch die Flächen für den Anbau kleiner werden.

Gepflückt werden die Bohnen dabei von Hand. Die Bohnen werden trocken aufbereitet und ihre Trocknung findet unter der Sonne statt. Außerdem wird auch die Sortierung der Bohnen manuell durchgeführt – Kaffee in Vietnam ist also noch richtige Handarbeit.

 

Augen auf beim Bohnenkauf

 

In Vietnam, dem zweitgrößten Kaffeeproduzenten der Welt,  wird zu 90% Robusta angebaut, der in über 60 Länder exportiert wird. Allerdings steigt mittlerweile auch der Anbau von Arabica. Die Qualität der vietnamesischen Bohnen ist dabei allerdings eher mangelnd. Die Robusta ist schädlingsresistent und gedeiht auch unter schlechten Bedingungen, selbst wenn der Kaffeeanbauer nicht weiß was er tut.

Deswegen setzen immer mehr auf Arabica, um gegen den schlechten Ruf des Landes anzukämpfen. Dabei setzen manche Kaffeebauern mittlerweile auf hochwertige Bio-Bohnen. Vietnamesischer Kaffee kann also gut sein – wenn man auf die richtige Bohne achtet. Dabei schmecken diese hochwertigen Bohnen nach Nuss und Schokolade.

Anders als in den meisten europäischen Ländern genießen Vietnamesen ihren Kaffee am liebsten kalt mit Kondensmilch. Die Vorliebe für Kondensmilch stammt dabei aus früheren Zeiten, als man im Land Lebensmittel nur schwer kühlen konnte. Eine weitere beliebte Art ist Kaffee mit Joghurt. Dabei wird Kaffee einfach auf den Joghurt gegeben.

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